Vokabeln lernen

 

Fest steht: Um das bewusste und regelmäßige Üben kommst du nicht herum, wenn du neue Vokabeln in dein Langzeitgedächtnis überführen willst.

  • Lernkarteimethode: du brauchst einen Karteikasten mit fünf Fächern und die dazugehörigen Karteikarten (gibt es jeweils in verschiedenen  Größen). Auf der Vorderseite steht die zu lernende Vokabel, die Lösung auf der Rückseite. Ein Beispiel: fünf Fächer: 1,2,3,4 und 5. Anfangs befinden sich alle Karten in Fach 1. Die Karte mit der Antwort, die man bei erster Vorlage weiß, kommt ins nächste Fach. Alle anderen kommen ins allererste Fach zurück. Für jeden Lernvorgang werden somit alle Karten aus Fach 1, die Hälfte der Karten aus Fach 2 und ein Viertel der Karten aus Fach 3 zufällig ausgewählt. Wird die Lösung einer Karteikarte bei erstmaliger Vorlage richtig erkannt, so wird diese hinten in das jeweils nächste Fach gesteckt. War die Lösung bei erster Vorlage nicht bekannt, so wandert sie nicht in das jeweils nächste, sondern wieder ganz nach vorne in Fach 1. Unabhängig von der Verschiebung in andere Fächer für den nächsten Lerndurchgang werden die ausgewählten Karten im aktuellen Lernvorgang so oft wiedervorgelegt, bis man sie beherrscht.

  • Stelle dir die Vokabeln bildlich vor: Bevor Du also anfängst eine Vokabel zu lernen, stell Dir kurz vor was damit gemeint ist und verknüpfe dies mit einem Bild in deinem Kopf.

  • Haftzettelmethode: auf Gegenstände werden Postits mit der entsprechenden Vokabel aufgeklebt. Beginne in einem Raum, ab besten mit Substantiven (Stuhl, Lampe…). Als nächsten Schritt wähle eine andere Farbe der Klebezettel und notiere dazu das passende Verb (Stuhl=sitzen, Lampe=leuchten). Nicht alle Gegenstände gleichzeitig bekleben!

  • Stummes und lautes Lesen: Lies die Vokabel zunächst still für dich und sprich sie im Anschluss mehrmals laut aus. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Aussprache korrekt ist, hilft es, sich eine Tonaufnahme der Vokabel anzuhören.

  • Finde Eselsbrücken: Eselsbrücken machen es dir leichter, dir fremde Worte einzuprägen. Manchmal reichen ganz simple, persönliche Eselsbrücken, wie zum Beispiel „,tin‘ (Englisch für Dose oder Büchse) klingt wie ,Tim‘, nur mit ,n‘.“

  • Schreibe die Vokabeln: schreibe jede neue Vokabel mehrmals auf

Zeit ist ein sehr ausschlaggebender Faktor beim Vokabeln lernen. Natürlich braucht es Zeit, wenn man eine Sache intensiv lernen will, allerdings möchte man diese Zeit ja auch nicht verschwenden und möglichst effektiv nutzen.  Unsere Konzentrationsfähigkeit beschränkt sich bei voller Konzentration lediglich auf 25-45 Minuten, je nachdem wie geübt wir sind. Diese Spanne lässt sich nur schwer überschreiten, doch das Zeitmanagement kann man lernen und schnell verbessern. Hilfreich ist einen Wecker auf 25 Minuten zu stellen, dann eine Pause von 5 Minuten einlegen.