Grammatik

Grammatik lernen macht Sinn! Ohne Grammatik keine Sprache, denn es gäbe keine Struktur, an der Sie sich beim Sprechen/Schreiben oder Hören/Lesen orientieren könnten. Sprachverwirung und Missverständisse wären vorprogrammiert, weil Ihnen die "Baupläne” für die Sprachproduktion und das Sprachverstehen fehlten.

Grammatisches Wissen unterstützt den Lernprozess, weil es Lerner für grammatische Erscheinungen der Fremdsprache sensibilisieren kann.

  • Versuchen Sie ganz bewusst Vergleiche zu Ihrer Muttersprache zu ziehen bzw. versuchen Sie zu verstehen, was die Fremdsprache von Ihrer Muttersprache unterscheidet.

  • Bemühen Sie sich von Anfang an nachzuvollziehen, wie die Laute dieser Sprache ausgesprochen und gebildet werden.

  • Beschäftigen Sie sich ganz zu Beginn mit Ihrer Arbeit an der Grammatik mit den Grundregeln zum Satzbau der Sprache, die Sie gerade lernen. Untersuchen Sie, ob und inwiefern sich der Sprachbau von Ihrer Muttersprache unterscheidet.

 

Wie Sie sich den Satzbau einer Sprache erarbeiten:

Schreiben Sie sich einen Satz auf, den Sie untersuchen möchten. Markieren Sie jede Wortart mit einen anderen Symbol. Die Verben umkreisen Sie zum Beispiel. Um jedes Substantiv setzen Sie ein Rechteck. Mit Dreiecken markieren Sie die Adjektive.
Bearbeiten Sie mehrere Sätze auf diese Art.
So erkennen Sie nun auf einer abstrahierten Ebene die Struktur der Sprache. Sie können zum Beispiel nun schnell untersuchen, ob das Verb in dieser Sprache immer am Ende eines Satzes zu finden ist, oder nicht.

Wenn Sie einen Text aus der Fremdsprache ins Deutsche übersetzen, so ist es wichtig, dass Sie die zeitliche Struktur des Textes erfassen. Markieren Sie nun zum Beispiel alle Verbformen im Präsens (der Gegenwart) in blauer Farbe. Alles, was in der Vergangenheit stattfindet, wird in grün gekennzeichnet. Die Zukunft mit rot angestrichen.

So können Sie schnell analysieren, ob in diesem Text zuerst eine Handlung in der Vergangenheit stattfindet (viele grüne Markierungen). Diese Handlungen haben dann Auswirkungen auf die Zukunft (später Wechsel zu mehrheitlich roten Kennzeichnungen).